Die Zeitung titelt heute: Das Drama um den Finnwal im dänischen Vejle-Fjord nimmt offenbar ein trauriges Ende. Das Tier hat sich festgeschwommen und Naturschützer haben den Wal aufgegeben. Ein Feuerwehrmann bewässert den in Veyle gestrandeten Finnwal. quelle: dpa
Zuletzt hielt der Tod nach "Turbo" Ausschau. Seit Mittwoch spielte sich um den Finnwal, der mehrfach an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins vorbeischaute, ein Drama ab. Das 15 Meter lange und 30 Tonnen schwere Jungtier strandete gestern Morgen im dänischen Vejle Fjord. Nur 36 Stunden zuvor war der Wal noch in der knapp 150 Kilometer entfernten Flensburger Förde nahe Kollund in Dänemark gesichtet worden. Doch "Turbo", wie der Wal wegen seiner langen Wegstrecken von Günter Herrmann (56, Foto) vom Wasserschutzpolizei-Revier in Flensburg getauft wurde, kämpfte sich gegen 12.45 Uhr noch einmal frei. Aber der Vejle Fjord zeigte sich dem Meeressäuger von der tückischen Seite: Nur eine halbe Stunde später strandete der Wal erneut.
Polizeikommissar Herrmann stand mit dänischen Experten auch gestern im Kontakt. Er ist seit seiner Entdeckung des ersten großen Wals nach 60 Jahren in der Flensburger Innenförde der "Wal-Beauftragte" seiner Dienststelle. Drei Meeressäuger habe er seitdem erlebt, "nur diesen noch nicht". Dank der gemeldeten Sichtungen konnte Herrmann aber die Route des Finnwals von Beginn an aufzeichnen. "Innerhalb von nur zwölf Tagen hat das Tier mehr als 600 Kilometer zurückgelegt. Das ist außergewöhnlich." Unter anderem tauchte das Tier auch in der Eckernförder Bucht auf. "Alle Rettungsversuche wären nur noch Quälerei"
"Turbos" Überlebenskampf im Vejle Fjord wurde am Mittwoch auch von dem international bekannten Walforscher Carl Christian Kinze beobachtet. Es sei die vierte Finnwal-Strandung am selben Ort, so Kinze. Zuletzt wurde ein solches Ereignis 1923 aufgezeichnet. An das Überleben des Meeressäugers glaubte Kinze nicht mehr. Sein Appell: "Man sollte den Wal nicht durch Veterinäre töten lassen, das könnte ihm viel mehr Schmerzen bereiten." Für Wale sei es ein natürlicher Tod, wenn sie stranden.
Am frühen Abend wurde "Turbo" aufgegeben. Der Wal war entkräftet und abgemagert. "Alle Rettungsversuche wären nur noch Quälerei", seufzte Günter Herrmann - ihm geht der Tod des Jungtiers nahe. Der 56-Jährige weiß aber auch: "Man muss der Natur ihren Lauf lassen." Die letzte bekannte Strandung eines Wales geht bis in Jahr 1958 zurück, als ein Tier an der dänischen Küste verendete.
quelle: dpa/shz.de/ksö
Soweit der Bericht der Medien. Warum stranden diese Tiere hier bei uns? Was läuft da alles in den Gewässern schief, das sowas passiert? Dies wundervollen und empfindlichen Tiere haben etwas anders verdient als so zu enden!!
Ich wünsche Turbo, dass er sich doch noch entschließt, zu kämpfen und ins Meer zurückzukehren!!!

Ja man könnte heulen ... ich habe gelesen, dass Geräusche die Wale zum stranden bringen. Geräusche von den Ölbohrinseln, deren Schallwellen sich unter Wasser so weit fortpflanzen und das empfindliche Radar der Wale beeinflussen, dass diese sich nicht mehr orientieren können. Leb wohl Turbo
AntwortenLöschenLG Monika